12 Monate, 12 Lösungen: Der Countdown zur EU-Fälschungsrichtlinie

Pharma-Security Feature im Mai: Thermochromatic Inks

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass in Europa bis zu ein Prozent der Medikamente im Markt gefälscht ist (WHO-Bericht 2011). Betroffen sind alle Darreichungsformen. Doch nicht nur die Sicherheit der Patienten ist in Gefahr, es geht auch um das Renommee als Pharmahersteller. „Gefälschte Produkte rasch erkennen und aus dem Verkehr ziehen“ lautet daher die Devise. Ins Etikett integrierte thermochromatische Farben ermöglichen genau das: eine effiziente Prüfung der Medikamentenechtheit.

Thermochromatische Farben zählen zu den halbverborgenen Fälschungsschutzmerkmalen; das bedeutet, sie sind auf den ersten Blick nicht erkennbar. Für medizinisches Personal oder Patienten wird das Sicherheitsmerkmal in der Regel nicht zu erkennen sein, informierte Personen können es jedoch ohne zusätzliches Hilfsmittel einfach und zweifelsfrei identifizieren. Das gelingt, da nur der jeweilige Pharmahersteller und der für die Verifikation ausgewählte Personenkreis die genauen Details der Markierungen kennen.

Eine thermochromatische Farbe besteht aus einer oder mehreren speziellen, übereinander gedruckten Funktionsschichten, die bei Temperaturwechsel reversibel ihre Farbe ändern. Bei steigender Temperatur wird die Druckschicht heller oder sogar transparent; bei sinkender Temperatur wird diese entsprechend dunkler oder sogar schwarz. Der Farbumschlag kann dabei durch mechanisch erzeugte Wärme erreicht werden, wie ein einfaches Reiben mit dem Finger, oder durch Reduzieren der Temperatur, indem die definierte Fläche zum Beispiel mit einem Kältespray besprüht wird. Besonders effektvoll ist das Sicherheitsfeature, wenn ein gedruckter Text unter einer thermochromatischen Schicht verborgen ist und dieser erst bei entsprechender Temperaturänderung sichtbar wird.

In Kombination mit Kippfarben bieten thermochromatische Farben eine besonders hohe Fälschungssicherheit. Die Technologie wird ständig weiterentwickelt und ist nun auch BPA(Bisphenol-A)-frei erhältlich. Thermochromatische Farben lassen sich individuell in ihrem Temperatur- und Farbspektrum justieren, unauffällig ins Etikettendesign integrieren und benötigen in der Regel keine besondere Zulassung – und sind damit eine besonders clevere, schnelle und zudem kosteneffiziente Lösung zur Echtheitsprüfung von Medikamenten.

In der Blogserie von Schreiner MediPharm „12 Monate, 12 Lösungen: Der Countdown zur EU-Fälschungsrichtlinie“ stellen wir zwölf Monate lang zwölf ausgewählte Sicherheitsfeatures vor, mit denen Arzneimittelverpackungen fälschungssicher gemacht werden können.

Weitere Informationen zu Schreiner MediPharm und den innovativen Lösungen für die pharmazeutische Industrie und Medizintechnik finden Sie unter: www.schreiner-medipharm.com

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