Eine komplexe Maschine: Die kundenindividuelle Entwicklung stellt eine optimale Verarbeitung der doppelseitig klebenden Stanzteile sicher.

Blogserie Bonding: Beitrag 8

Der perfekte Applikationsprozess für doppelseitig klebende Stanzteile: Die Applikationsanlage

Unsere Blogserie rund um das Thema Bonding hat in den vergangenen Monaten gezeigt, dass in der Industrie häufig doppelseitig klebende Stanzteile (DSKS) im Einsatz sind, um zwei Bauteile miteinander zu verbinden. Mit einem Video zeigen wir in diesem Beitrag anschaulich, wie die Applikation funktioniert.

Das Competence Center Schreiner Services hat für einen Kunden eine spezielle Maschine entwickelt, die eine prozesssichere Verarbeitung und zugleich eine optische Kontrolle ermöglicht. Konkret ging es dabei um einen Magneten, der äußerst exakt mit einer empfindlichen Elektronikkomponente verbunden werden muss. „Das Ziel der innovativen Maschinenentwicklung war eine auf das Produkt abgestimmte Gesamtlösung, mit der wir dem Kunden auch die Verarbeitung und Prozesskontrolle aus einer Hand anbieten können“, erklärt Michael Reineke, Leiter des Competence Centers Schreiner Services. Weil die Entwicklung so einer komplexen Fertigungszelle ein halbes Jahr dauert, bauten er und sein Team für den Kunden zunächst ein Handgerät zur Applikation, damit der Kunde ohne lange Wartezeiten schon vorab mehrere hundert Produkte verarbeiten konnte. Während des Projekts haben die Maschinenbau-Experten von Schreiner Services gemeinsam mit dem Kunden weitere Verbesserungen gefunden, um das System noch prozesssicherer zu gestalten. So profitiert der Kunde nicht nur von der hohen Qualität der beidseitig klebenden Stanzteile, sondern erhält gleichzeitig eine Verarbeitungslösung mit einem individuell auf seine Bedürfnisse abgestimmten optischen Prüfmittel.

Der Prozess setzt sich dabei aus mehreren Einzelschritten zusammen: Das beginnt bei der Entnahme des Magneten aus einem Blister und dessen Zentrierung, um eine hohe Passgenauigkeit beim Verbinden mit der Elektronikkomponente zu erhalten. Anschließend positioniert die Maschine den Magneten auf dem DSKS und trennt Letzteres vom Träger. Nun wird der Verbund es auf das manuell eingelegte Bauteil appliziert. Gleich darauf erfolgt die Kontrolle per Kamera, welche die exakte Position überprüft und diese Information an die Produktdatenbank überträgt. Sollte die Kamera einen Fehler erkennen, stoppt die Maschine die Produktion so lange, bis das Schlechtteil entfernt und entsorgt wurde. So kommen nur Gutteile zum nächsten Verarbeitungsschritt. Das Fazit von Michael Reineke: „Wir haben eine komplexe Maschine mit vielen kundenindividuellen Features entwickelt, die eine optimale Verarbeitung der doppelseitig klebenden Stanzteile sicherstellt. So kann der Kunde er sicher sein, dass in seiner Produktion bei der Applikation keine fehlerhaften Produkte vom Band gehen Fehler entstehen.“

Schreiner ProTech setzt sich in einer Blogserie mit allen Aspekten rund um das Thema Kleben als Verbindungslösung auseinander. Dabei ging es um folgende Fragen: Was muss Klebstoff eigentlich können und wie funktioniert eine Verklebung? Wann sollte man kleben und wie unterscheiden sich Flüssig– und Haftkleben? Worauf kommt es bei der Klebstoffauswahl an? Welche Zusatzfunktionen sind durch selbstklebende Stanzteile möglich? Zudem wurden konkrete Beispiele aus verschiedenen Branchen und verschiedene Arten der Anwendung aufgezeigt.

Eine Übersicht über alle Beiträge unserer Blogserie zum Thema Bonding finden Sie unter: http://www.schreinergroup-blog.com/category/themen/produktetechnologien/bonding/

Weitere Informationen zu Schreiner ProTech unter www.schreiner-protech.com

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