Produktschutz: DIN-Leitfaden mit unserem Know-how

„Normen entwickeln diejenigen, die sie später anwenden.“ Das ist einer der Grundsätze des Deutschen Instituts (DIN) für Normung, die bedeutendste Normungsorganisation Deutschlands. Deshalb sitzt zum Beispiel Günther Galfe, Leiter unseres Geschäftsbereichs Schreiner PrinTrust, im Arbeitsausschuss „Maßnahmen gegen Produktpiraterie“. In diesem Kontext hat er seine umfassende Expertise bei der Erstellung eines im Mai 2017 veröffentlichten Leitfadens für die Erstellung von Schutzkonzepten gegen Produktpiraterie, unlauteren Nachbau und Handel illegaler Waren eingebracht.

Damit der Markt die Normen akzeptiert, sind eine breite Beteiligung, Transparenz und Konsens Grundprinzipien bei der Entwicklung von Normen. Und da ist die Schreiner Group durch die vielfältigen Kundenprojekte in diversen Branchen – von der pharmazeutischen über die technische Industrie bis hin zu Banken und Behörden – ganz nah am Puls der Zeit und kennt die Herausforderungen vieler Märkte genau. Das Vorwort des neuen Leitfadens, offiziell als DIN 66405 bezeichnet, bringt es auf den Punkt: „Durch die zunehmende Vernetzung der Weltwirtschaft und der steigenden Verfügbarkeit von komplexen Fertigungsprozessen sowie globalisierte Handelsbeziehungen besteht eine wachsende Motivation und Fähigkeit für Produktpiraterie und unlauteren Handel. Dies zeigt sich in den ständig steigenden Zahlen der Beschlagnahmen von Fälschungen und illegalen Produkten. Um Schutzmaßnahmen präzise und effektiv einzuführen, benötigen die Unternehmen eine Entscheidungshilfe bei der Auswahl und Kombination der passenden organisatorischen, technischen und juristischen Maßnahmen aus verschiedenen Bereichen, abhängig von der jeweiligen Bedrohung. Auf dem Markt angebotene Schutzmaßnahmen stellen a priori nur den Teil einer Lösung dar. Für ein geschlossenes Schutzkonzept ist die sinnvolle Kombination von Einzelmaßnahmen und deren erfolgreiche Bewertung erforderlich.“

Konkret beschäftigt sich in unserem Haus das Competence Center Schreiner ProSecure intensiv mit dem Produkt- und Markenschutz und fungiert seit vielen Jahren als Berater, Entwicklungspartner und Systemlieferant für wegweisende technische Lösungen für den Produkt- und Dokumentenschutz. Das Expertenteam entwickelt innovative Sicherheitstechnologien und Systemlösungen für den zuverlässigen und effizienten Manipulationsnachweis, Echtheitsnachweis, und zur digitalen Identifizierung von Produkten und Dokumenten. Die digitale Identifizierung verbindet die internet bzw. smartphonebasierte Erkennung und Authentifizierung mit weiteren datenbankbasierten Services. „Durch das Engagement in Normierungsgremien wie dem DIN-Arbeitsausschuss und der Mitarbeit an solchen Leitfäden gestalten wir aktiv eine sichere Zukunft“, resümiert Günther Galfe. Gegründet wurde die DIN als Normenausschuss der der deutschen Industrie übrigens vor genau 100 Jahren. Vorläufer war ein sogenannter „Normalienausschuss“ für den deutschen Maschinenbau, der bereits mit ersten Arbeiten zur Vereinheitlichung von konischen Stiften, Bohrungsdurchmessern, Keilen und technischen Zeichnungen angefangen hatte.

Der neue Leitfaden definiert unter anderem die zu schützenden Werte und Schutzziele, gibt Informationen zur Durchführung von Bedrohungs- und Risikoanalysen und legt zudem Kriterien für die Auswahl von Maßnahmen fest. Im zweiten Teil geht es um die Kombination von Maßnahmen zu einem Schutzkonzept sowie der Umsetzung und Validierung.

Der Leitfaden kann hier erworben werden: http://www.beuth.de/de/norm/din-66405/270881273

Nähere Informationen zu Schreiner ProSecure und den innovativen Lösungen rund um Produkt- und Markenschutz finden Sie unter www.schreiner-prosecure.de

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