Gilt beim Fliesenlegen wie beim Kleben: Oberflächenrauigkeit und Klebstoffdicke müssen optimal aufeinander abgestimmt sein.

Gilt beim Fliesenlegen wie beim Kleben: Oberflächenrauigkeit und Klebstoffdicke müssen optimal aufeinander abgestimmt sein.

Blogserie Bonding: Beitrag 2

Kleben ist klug: Wir wissen, warum!

Klebstoffe lösen immer häufiger traditionelle mechanische Bonding-Verfahren ab. Deshalb beschäftigt sich Schreiner ProTech in einer mehrteiligen Blogserie mit dieser Thematik. In diesem Beitrag geht es um Basiswissen: Was muss Klebstoff eigentlich können und wie funktioniert eine Verklebung?

Die Vorteile von Klebstoffen liegen auf der Hand, wir haben sie im Beitrag „Fest verbunden: Kleben ist klasse!“ bereits thematisiert: Sie sparen im Vergleich zu mechanischen Bonding-Techniken Gewicht, erlauben eine größere Designfreiheit und können dank der besseren Kraftverteilung die Lebensdauer der Bauteile verlängern. Kleben ist also klug, doch warum? Was muss ein perfekter Klebstoff können? Zwei Schlagworte sind die Antwort: Adhäsion und Kohäsion. Hä?

Beide Begriffe basieren auf dem Lateinischen. Adhäsion (lateinisch adhaerere „anhaften“) steht für die Haftung zwischen Klebstoff und Bauteil. Wenn sie nicht ausreicht, haftet der Klebstoff nicht richtig auf dem Bauteil. Kohäsion (lateinisch cohaerere „zusammenhängen“) dagegen beschreibt die Zusammenhangskraft, also die innere Festigkeit des Klebstoffs. Damit ist die Fähigkeit gemeint, einer Kraft zu widerstehen, die parallel zur Oberfläche angelegt wird. Ist sie bei einem Klebstoff zu schwach, bricht er bei Belastungen und die Verklebung löst sich. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wann eine Verklebung gut funktioniert.

Oberflächenbeschaffenheit und Klebstoff müssen aufeinander abgestimmt sein. Wichtig ist hierbei die Art des Untergrunds wie beispielsweise Metall, Lackierungen, Antihaftbeschichtungen, niedrigenergetische Kunststoffoberflächen, die jeweils ihren spezifischen Klebstoff benötigen. Doch damit nicht genug, auch Oberflächenrauigkeit und Klebstoffdicke sind als Faktoren nicht zu unterschätzen: Die Klebstoffdicke sollte mindestens so hoch bis doppelt so dick sein wie die Oberflächenrauigkeit. Für sehr raue Oberflächen sind eine hohe Auftragsstärke und ein weicher Klebstoff sinnvoll. Und auch Sauberkeit hat Konsequenzen fürs Kleben: Die zu verklebende Oberfläche muss frei von Staub und anderen anhaftenden Substanzen sein wie Ölfilmen oder Trennmitteln.

Schreiner ProTech setzt sich in einer Blogserie mit allen Aspekten rund um das Thema Kleben als Verbindungslösung auseinander. In der Auftaktfolge ging es um Verbindungslösungen im Allgemeinen. Themen der kommenden Wochen werden sein: Wann sollte man kleben und wie unterscheiden sich Flüssig- und Haftkleben? Worauf kommt es bei der Klebstoffauswahl an? Welche Zusatzfunktionen sind durch selbstklebende Stanzteile möglich? Zum Schluss zeigen wir konkrete Anwendungsbeispiele aus verschiedenen Branchen.

Eine Übersicht über alle Beiträge unserer Blogserie zum Thema Bonding finden Sie unter: http://www.schreinergroup-blog.com/category/themen/produktetechnologien/bonding/

Weitere Informationen zu Schreiner ProTech unter www.schreiner-protech.com

7 Kommentare
  1. Avatar
    Tim sagte:

    Vielen Dank für den Beitrag.
    Zum Glück habe ich mir zuvor den Beitrag angesehen, ohne diese Vorkenntnisse hätte ich mich nicht für die Klebevariante entschieden.
    Macht weiter so!

    Antworten

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  1. […] rund um das Thema Kleben als Verbindungslösung auseinander. Dabei ging es um folgende Fragen: Was muss Klebstoff eigentlich können und wie funktioniert eine Verklebung? Wann sollte man kleben und wie unterscheiden sich Flüssig– und Haftkleben? Worauf kommt es […]

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