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Mitte Oktober wurden bei internationalen Razzien gegen illegalen Arzneimittelhandel rund 500 Tonnen gefälschter Arzneimittel sichergestellt. Darunter waren unter anderem unwirksame Potenz-, Schmerz- und Nahrungsergänzungsmittel sowie gefälschte Krebsmedikamente. Laut Interpol beteiligten sich an der Operation 116 Länder, 850 Verdächtige wurden festgenommen. Dies zeigt erneut, wie wichtig eine manipulationssichere Verpackung ist. Ein EU-Direktive konformes Verschlusssiegel schafft hier Abhilfe.

Je unauffälliger das Verschlusssiegel einer Medikamentenverpackung wirkt, desto cleverer ist oftmals die Sicherheitstechnologie, die in ihm steckt. Erst bei der Echtheitsprüfung durch informierte Experten kommen Effekte zum Vorschein, die ebenso auffällig wie eindeutig sind. So wie bei LumiSecure: Mit einem speziellen Licht angeleuchtet, werden auf dem Etikett Farben sichtbar, die eindeutig verifizierbar sind und damit auf die Originalität des verpackten Medikaments hinweisen.

Gestohlen, umverpackt, illegal wieder befüllt und umetikettiert: Oft ist es auf den ersten Blick nicht ersichtlich, ob es sich bei einem Arzneimittel um eine Kopie handelt. Viele Fälscher haben ihre Fertigkeiten derart perfektioniert, dass sogar Zoll und Polizei hinters Licht geführt werden könnten. Vermeintlich einfach zu fälschen scheint das unscheinbar wirkende Covert-Hologram Seal – doch wenn es geöffnet wird, kommt ein Effekt zum Vorschein, mit dem kein Fälscher rechnet.

Der Handel mit gefälschten Medikamenten boomt. Die Gründe: Hohe Gewinnmargen, geringes Entdeckungsrisiko und eine zum Teil recht niedrige Bestrafung, denn in einigen Ländern wird die Herstellung gefälschter Medikamente juristisch als Patentrechtsverletzung gehandhabt und nicht als das, was es eigentlich ist: die Gefährdung von Menschenleben. Bei sehr fälschungsgefährdeten Medikamenten bieten verborgene Merkmale wie Mikropartikel daher einen besonders sicheren Echtheitsnachweis.

Im September 2017 wurde zum zehnten Mal die “Operation PANGEA” durchgeführt – eine von Interpol koordinierte Aktion gegen den Handel mit gefälschten und illegalen Arzneimitteln im Internet, an der sich über 100 Staaten beteiligten. Beschlagnahmt wurden 25 Millionen illegale und gefälschte Arzneimittel im Wert von über 50 Millionen US-Dollar. Eine Rekordzahl, die eine schnelle und sichere Authentifizierung eines Originalprodukts für Zoll, Ärzte, Apotheker und Endkunden erfordert.

Wenn es um die Absicherung der Wertschöpfungskette geht, spielen digitale Technologien in den Fälschungsschutzstrategien pharmazeutischer Unternehmen eine zunehmend wichtige Rolle. Denn ob ein wirksames Medikament oder möglicherweise gesundheitsgefährdendes Imitat vorliegt, müssen Pharmahersteller, Händler und Inspektoren rasch beantworten können.

Wie brisant das Thema Arzneimittelfälschung ist, haben in dieser Woche diverse Sendungen auf Bayern 2 gezeigt – in der ARD war das Programm am Mittwochabend sogar komplett diesem Themenkomplex gewidmet. Höhepunkt des Themenabends der Fernsehfilm „Gift“ des Regisseurs Daniel Harrich mit Heiner Lauterbach in der Hauptrolle.

Den Nutzen der Digitalisierung erlebbar machen: Mit diesem Versprechen ist die HANNOVER MESSE 2017 angetreten – und hat es in der vergangenen Woche eindrucksvoll erfüllt. Auch unser Geschäftsbereich Schreiner ProTech war auf der weltweit wichtigsten Industriemesse vertreten und präsentierte dort seine Lösungen und Services rund um sichere Produktkennzeichnung und digitale Transformation.

In Europa hat unser Geschäftsbereich Schreiner MediPharm sein neues Booklet-Label mit integriertem Sicherheitssiegel und digitalen Features Anfang Februar bereits erfolgreich auf der Pharmapack in Paris präsentiert. Nun steht Mitte März im Rahmen der Interphex in New York auch der Launch für den US-Markt an

In jedem von uns schlummert eine dunkle Seite… Die Besucher der Pharmapack können in diesem Jahr in Halle 4 am Stand von Schreiner MediPharm (M31) testen, wie viel kriminelle Energie in ihnen steckt. Die Herausforderung: Jeder darf versuchen, Verschlusssiegel für Pharmaverpackungen unseres Geschäftsbereichs zu öffnen, ohne dass die Manipulation erkennbar ist. Hintergrund für die Aktion ist die EU-Verordnung 2016/161 zum Fälschungsschutz, die in spätestens zwei Jahren von allen Pharmahersteller